Ist mein Kind wirklich unkonzentriert oder überfordert?

Veröffentlicht am: 14. Februar 2026

Ist dein Kind wirklich unkonzentriert oder überfordert?

Wenn du eigentlich schon weißt, dass es heute wieder schwierig wird

Dein Kind kommt aus der Schule.

Manchmal reicht ein einziger Blick.

Die Art, wie der Ranzen in die Ecke fällt.
Die Stimme, die etwas schärfer klingt als sonst.
Oder diese bleierne Müdigkeit im Gesicht.

Du merkst es sofort. Die Motivation ist im Keller.

Vielleicht war der Vormittag einfach anstrengend. Vielleicht gab es Streit. Vielleicht war alles ein bisschen zu viel. Dein Kind sagt nicht viel. Oder es redet durcheinander. Oder es will einfach nur seine Ruhe.

Erst einmal essen. Das ist dein Anker. Mittagessen, ein Snack, vielleicht eine halbe Stunde Pause. Du weißt, dass dein Kind Zeit braucht, um anzukommen.

Und trotzdem läuft innerlich schon die Uhr.

Hausaufgaben warten.

Wenn dein Kind schon länger zur Schule geht, kennst du diese Stimmung. Du siehst früh, ob es heute kooperativ sein wird oder ob jeder Satz zur Diskussion wird. Manchmal weißt du es, bevor das Heft überhaupt auf dem Tisch liegt.

Heute wird es wieder ein Kampf.

Wenn dein Kind gerade erst in der ersten Klasse ist, fühlt sich alles noch unsicher an. Die Anforderungen sind neu. Die Müdigkeit ist neu. Diese Rolle als Schulkind ist neu. Und auch für dich ist es neu. Du fragst dich vielleicht jeden zweiten Tag, ob diese Erschöpfung normal ist oder ob etwas nicht stimmt.

Dann kommt der Moment.

Das Hausaufgabenheft wird aufgeschlagen.

Und du siehst, wie die Energie absackt. Ein Seufzen. Ein langsamer Griff zum Stift. Ein „Och nee“.

Du bleibst ruhig. Erklärst. Versuchst es leicht zu halten.

Doch es zieht sich.

Dein Kind liest die Aufgabe. Versteht sie vielleicht sogar. Und trotzdem kommt es nicht ins Tun. Oder es beginnt und verliert nach wenigen Minuten den Faden.

„Was muss ich nochmal machen?“

Du erklärst es nochmal.

Und irgendwann merkst du, wie sich etwas in dir zusammenzieht.

Warum ist das jedes Mal so schwer?

Du willst helfen. Du willst nicht drängen. Aber du weißt auch, dass es erledigt werden muss.

Und genau da entsteht diese Spannung.

Wenn ich jetzt Druck mache, kippt es.
Wenn ich nichts sage, dauert es ewig.

Manchmal eskaliert es laut. Mit Wut. Mit Tränen.

Manchmal wird dein Kind ganz still. Blockiert. Starrt ins Heft, als wäre es eine Fremdsprache.

Und du sitzt dazwischen.

Zwischen Mitgefühl und eigener Erschöpfung.
Zwischen Verständnis und Ungeduld.

Das fühlt sich nicht einfach nach „Konzentrationsproblem“ an.

Das fühlt sich nach Überforderung an.

 

Was du vielleicht denkst aber kaum laut aussprichst

Vielleicht fragst du dich manchmal:

Warum klappt das bei anderen?
Warum ist es bei uns immer so anstrengend?
Mache ich etwas falsch?

Vielleicht hörst du dich Sätze sagen, die du eigentlich nie sagen wolltest.

„Jetzt streng dich doch endlich an.“
„So schwer ist das nicht.“
„Andere schaffen das doch auch.“

Und kaum sind sie ausgesprochen, kommt das schlechte Gewissen.

Denn du weißt ja: Dein Kind ist nicht faul. Es ist nicht dumm. Es ist nicht respektlos.

Aber warum fühlt es sich dann manchmal so an, als würde es absichtlich blockieren?

 

Konzentration ist kein Willensakt!
Hier beginnt der entscheidende Perspektivwechsel.

Konzentration ist kein Charaktermerkmal.

Sie entsteht nicht durch Ermahnungen.
Nicht durch Strenge.
Nicht durch Appelle an die Vernunft.

Konzentration ist ein Zustand des Nervensystems.

Dein Kind kann sich nur dann wirklich fokussieren, wenn sein inneres System reguliert ist. Wenn es sich sicher fühlt. Wenn Reize gefiltert werden können. Wenn der Körper nicht unter Daueranspannung steht.

Ist das Nervensystem überlastet, schaltet es nicht in Lernmodus. Es schaltet in Schutzmodus.

Und im Schutzmodus lernt niemand gut.

Schule kostet mehr Energie, als du vielleicht siehst

Viele Kinder regulieren sich den ganzen Vormittag.

Sie sitzen still, obwohl der Körper sich bewegen möchte.
Sie hören zu, obwohl es laut ist.
Sie vergleichen sich.
Sie wollen mithalten.
Sie wollen nicht auffallen.

Das kostet Kraft.

Besonders sensible Kinder oder Kinder mit hoher Reizoffenheit verarbeiten deutlich mehr Eindrücke. Geräusche, Stimmungen, kleine Bemerkungen und alles landet im System.

Wenn sie nach Hause kommen, ist der Akku oft fast leer.

Und dann beginnen Hausaufgaben.

Für ein stabiles Nervensystem ist das machbar.

Für ein überlastetes Nervensystem ist es zu viel.

Unkonzentriert oder innerlich blockiert?

Ein Kind, das nicht will, verweigert bewusst.

Ein Kind, das nicht kann, ist innerlich blockiert.

Unter Stress verliert das Gehirn den Zugang zu Planung, Impulskontrolle und Gedächtnis. Das erklärt, warum dein Kind eine Aufgabe zu Hause versteht und in der Klassenarbeit plötzlich nichts mehr abrufen kann.

Das Wissen ist da. Der Zugriff fehlt.

Das hat nichts mit Faulheit zu tun.

Die stille Traurigkeit hinter der Wut

Viele Kinder reagieren bei Überforderung mit Wut.

Doch unter dieser Wut liegt häufig etwas anderes.

Erschöpfung.
Scham.
Das Gefühl, nicht zu genügen.

Ein Kind, das merkt, dass es Erwartungen nicht erfüllt, entwickelt inneren Druck. Dieser Druck braucht ein Ventil.

Manchmal entlädt er sich bei dir.

Nicht, weil dein Kind gegen dich arbeitet.
Sondern weil es selbst nicht mehr weiter weiß.

Besonders verunsichernd in der ersten Klasse
Wenn dein Kind gerade erst eingeschult wurde, ist vieles noch im Aufbau.

Vielleicht war es im Kindergarten neugierig und unbeschwert. Jetzt wirkt es plötzlich müde, schneller gereizt, weniger belastbar.

Hausaufgaben, die zehn Minuten dauern sollten, ziehen sich über eine Stunde.

Du fragst dich:

Ist Schule noch zu viel?
Ist mein Kind noch nicht so weit?
Ist das alles normal?

Diese Unsicherheit ist anstrengend.

Doch auch hier gilt: Schule verlangt von Anfang an Regulation. Und Regulation darf wachsen.

 

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Der Körper spielt eine größere Rolle, als wir denken

Konzentration beginnt nicht im Kopf. Sie beginnt im Körper.

Wenn die Grundspannung dauerhaft erhöht ist, wenn Bewegungsimpulse unterdrückt werden müssen oder wenn frühkindliche Schutzmuster noch aktiv sind, kostet das Energie.

Bleiben frühkindliche Reflexe teilweise aktiv, kann das die Regulation beeinflussen. Nicht als Diagnose. Nicht als Defizit. Sondern als Entwicklungsaspekt.

Ein Kind, das innerlich permanent gegen Spannung arbeitet, hat weniger Ressourcen für Lernaufgaben.

Der Wendepunkt beginnt mit deinem Blick
Viele Eltern berichten, dass sich etwas verändert hat, als sie begonnen haben, ihr Kind anders zu sehen.

Nicht als unkonzentriert.

Sondern als möglicherweise überfordert.

Dieser Perspektivwechsel nimmt Druck aus der Situation.

Aus Vorwurf wird Beobachtung.
Aus Kampf wird Begleitung.

Liebe ohne Druck. 

Nicht alles wird sofort leichter. Aber es wird klarer.

Wie schafft man die Regulation? Mit gezielten Körperübungen die die neuronale Nachreifung im Gehirn fördern. 

Genau hier setzt meine Arbeit an

Seit vielen Jahren begleite ich Kinder und Eltern im Bereich Nervensystem, Regulation und Reflexintegration.

Wenn du aus der Region kommst, biete ich die Reflexintegration und individuelle Begleitung direkt in meiner Praxis an. Dort arbeiten wir persönlich und strukturiert an den körperlichen Grundlagen von Konzentration, emotionaler Stabilität und Lernfähigkeit.

Für überregionale Familien habe ich aus meiner Praxiserfahrung heraus ein Online Programm entwickelt. Es ist ein Eltern Kind Kurs zur Reflexintegration. Ein klar aufgebauter, alltagstauglicher Weg, mit dem du dein Kind zu Hause begleiten kannst.

Auch wenn dieser Kurs digital strukturiert ist, stehst du nicht alleine da. Ich begleite dich persönlich, beantworte Fragen und unterstütze individuell. Es ist kein anonymer Selbstlernkurs, sondern eine echte Begleitung.

Viele Familien erleben bereits durch das neue Verständnis eine spürbare Entlastung.

Nicht, weil das Kind sich plötzlich mehr anstrengt.
Sondern weil sein System stabiler wird.

Vielleicht ist dein Kind nicht unkonzentriert
Vielleicht ist es kein Disziplinproblem.
Vielleicht ist es kein Willeproblem.

Vielleicht ist es ein Nervensystem, das an seiner Grenze arbeitet.

Wenn du dein Kind in diesem Artikel wiedererkennst, lohnt es sich, genauer hinzusehen. Nicht strenger. Sondern tiefer.

Weiterführende Informationen zu meiner Praxisarbeit und zum begleiteten Eltern Kind Online Kurs zur Reflexintegration findest du auf den entsprechenden Seiten. Dort erfährst du, wie die Begleitung konkret aufgebaut ist und ob dieser Weg zu euch passt.

Manchmal beginnt Veränderung nicht mit mehr Druck.

Sondern mit einem anderen weicheren Blick.

Herzlichst Kerstin 

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Heilpraktikerin für Psychotherapie Kerstin Ullrich

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